Inulin

Inulin ist neben Oligofructose ebenfalls ein Ballaststoff mit präbiotischer Wirkung. Inulin verbessert die Darmgesundheit, wirkt entzündungshemmend, reduziert das Hungergefühl, reguliert den Lipidstoffwechsel, schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sorgt für die Knochengesundheit und und und… Hach, wir könnten noch lange so weitermachen und von den durchwegs positiven Eigenschaften von Inulin schwärmen. Aber wir müssen schon wieder ins Labor, die klassische Musik ist schon an und wir arbeiten bereits an einem neuen NEOH Produkt und sind selbst schon ganz gespannt was dabei herauskommt…

Von der FDA mit dem GRAS Status versehen. Oligofructose wurde kein spezifischer ADI-Wert zugeordnet.

Gleich wie Oligofructose kann auch Inulin nicht verdaut werden. Aufgrund des glykämischen Indexes von 0 gilt Inulin für DiabetikerInnen als unbedenklich.

Inulin zählt zu den Fructanen, da es zum Großteil aus Fructoseketten besteht. Eine Fructosekette besteht aus 35 Fructosemolekülen mit einem Glucosemolekül am Ende. Menschen können Inulin nicht verdauen. Und zwar aus dem Grund, weil Menschen kein Enzym Inulinase haben. Dieses würde benötigt werden, um die einzelnen, fest miteinanderverbundenen Fructosemoleküle trennen zu können.

Bei Inulin handelt es sich schon mehr um einen Wirkstoff, welcher vor allem in den letzten zwei Jahren, wegen seines Potenzials zur Aufrechterhaltung der menschlichen Gesundheit, großen Anklang findet. Vor allem auf den Darm wirkt Inulin besonders regenerierend. Es sorgt unter anderem aber auch für eine gesunde Entwicklung bei Kindern.

Inulin wird in Lebensmitteln als Zuckeraustauschstoff verwendet, da es wenige Kalorien aufweist, den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst und dabei im Geschmack Zucker sehr ähnlich ist. Natürlich kommt Inulin in der Chicorée Wurzel, Topinambur, Schwarzwurzeln, Knoblauch, Zwiebel oder Artischocken vor. Der präbiotische Stoff wird auch in verdauungsfördernden Lebensmitteln, wie zum Beispiel Joghurt hinzugefügt.

In der Medizin kommt Inulin in unterschiedlichen Gebieten zum Einsatz. Aufgrund seiner Wirkung der Senkung des Darmkrebsrisikos, wird Inulin bei der Therapie von Darmkrebs eingesetzt. Bereits 2005 erschien im British Journal of Nutrition ein Artikel in welchem die Forscher die krebshemmenden Aspekte von Inulin beschrieben. Das Ergebnis von 12 unabhängigen Studien ist, dass 26 von 29 Gruppen eine signifikante Rückbildung der Tumore verzeichnen konnten, beziehungsweise das Krebsrisiko der Probanden drastisch sank. So wurde Inulin nicht nur als Therapie bei bereits an Krebs erkrankten PatientInnen eingesetzt, sondern auch als Schutzmaßnahme bei PatientInnen mit Verdacht darauf. In einer 2013 veröffentlichen Studie wurde nachgewiesen, dass Inulin bereits geschädigtes Darmmillieu und Darmflorastörungen so positiv beeinflusste, dass das Krebsrisiko drastisch sank.

Inulin reguliert das Immunsystem. Es wirkt gegen chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn sowie gegen Autoimmunerkrankungen.

Des Weiteren wirkt Inulin positiv auf die Verdauung und auf den Lipidstoffwechsel. Auch Diabetes und Eisenmangel können mit Inulin vorgebeugt werden.

Inulin wird ähnlich gewonnen wie Zucker aus der Zuckerrübe extrahiert wird. Auch aus der Chicorée Wurzel kann Inulin gewonnen werden. Hierbei werden die Wurzeln in heißem Wasser extrahiert, danach wird das Extrakt gereinigt und im Anschluss wird durch Sprühtrocknung Inulin gewonnen.

• Verbessert die Darmgesundheit
• Wertvolles Präbiotikum
• Wirkt entzündungshemmend
• Stärkt das Immunsystem
• Regeneriert die Darmschleimhaut und beugt einem Leaky Gut Syndrom vor
• Reguliert den Lipidstoffwechsel und Blutzuckerspiegel
• Reduziert Hungergefühle und Übergewicht
• Beugt einer Fettleber durch Abbau der ektopischen Fetteinlagerungen vor
• Schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes
• Verbessert die Mineralstoffresorption und damit die Knochengesundheit
• Sorgt für eine gesunde Entwicklung von Kindern
• Absenkung des Darm pH-Wertes
• Regeneration der Darmschleimhaut
• Energiequelle für die Darmschleimhautzellen

Online Quellen

https://www.nature.com/articles/ejcn200964 https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2007/02_07/EU02_70_72_77_80.pdf https://prozesstechnik.industrie.de/food/food-design/ein-fall-fuer-zwei/

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